Beschreibung der prämierten Konzertgitarre,
Modell 2007
Material:
Decke
Kanadische Zeder
Boden/Zargen
Indischer Palisander
Hals
Cedro (Cedrela Odorata)
Griffbrett
Ebenholz
Korpusform
nach Manuel Ramirez/Santos Hernandez
Mensur
65 cm
Mechaniken
Sloane
Lackierung
Schellack
Methodisch und in der Konstruktionsweise sind meine
Instrumente durch die Südspanische-, insbesondere die
Granadinische Handwerkstradition geprägt. Bedeutende
Vertreter dieser Schule sind z.B. Antonio Marin, José Lopez
Bellido oder Antionio Raya.
Ebenso ist die Formgestaltung und Ästhetik (Rosette,
Kopfform, Zierspäne) an diesen Stil angelehnt. Historisch
bedingt weist er starke Einflüsse aus der Maurischen
Ornamentik auf. Weite Teile Spaniens standen jahrhundertelang
unter Maurischer Herrschaft, bekanntestes Beispiel für
Maurische Architektur ist die Alhambra in Granada. Diese
Ornamentik setzt bewußt auf Schlichtheit und baut eine kleine
Anzahl von Grundmotiven durch raffinierte Wiederholung zu
immer neuen Variationen zusammen.
Neben den für die Qualität des Instruments wichtigen
Kriterien wie Ansprache, Dynamik, Ausgeglichenheit,
Lautstärke und Tragfähigkeit lege ich besonderen Wert auf die
Modulierbarkeit, also Formbarkeit des Tones. Durch Änderungen
der Anschlagsweise und -technik soll sich ein breites
dynamisches- und klangfarbliches Register öffnen und für
unterschiedlichste musikalische Gestaltung zur Verfügung
stehen.
Zusammenfassung aus der Bewertung des Preisrichterausschußes
im Instituts für Musikinstrumentenbau Zwota:
Die von Sascha Nowak eingereichte Konzertgitarre, Modell
2007, erhielt in der physikalisch-technischen Prüfung die mit
Abstand beste akustische Bewertung. Die Gitarre war der
klangliche Favorit der Testmusiker, sie schätzten vor allem
die brillante Höhe und gute Klangformbarkeit. Die Jury
beschreibt die spanisch-trockene Klangfarbe als sehr
ausgeglichen, gelobt wurden außerdem das gute
Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch die leichte
Spielbarkeit und das gelungene Gesamtkonzept.